Blick in einen Wohnhof
Lageplan
Leitideen
Typologien im Detail
Modellfoto von Oben

Hofquartier Marktoberdorf

Wettbewerbsbeitrag Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb „Südlich Gschlatt“, Marktoberdorf

Erläuterungen

Am südlichen Stadtrand von Marktoberdorf entsteht auf bisher landwirtschaftlich genutztem Grünland ein neues, zeitgemäßes Wohnquartier zur Deckung des anhaltend hohen Bedarfs an Baugrundstücken und Mietwohnungen. Ausgangspunkt ist die ehemalige Hofstelle als identitätsstiftendes Zentrum, aus der sich eine Abfolge von Wohnhöfen entwickelt. Diese sind um gemeinschaftliche Plätze organisiert und integrieren unterschiedliche Typologien – Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser – für eine soziale und demografische Durchmischung.

Die Erschließung und städtebauliche Struktur orientiert sich an der Topografie des nach Südosten ansteigenden Hangs und formuliert einen klaren, adressbildenden Ortsrand mit vielfältigen Blickbeziehungen in die offene Landschaft. Gemeinschaftlich organisierte Wohnhöfe reduzieren öffentliche Erschließungsflächen und fördern Identifikation und Eigenverantwortung.

Die Verkehrskonzeption bündelt den motorisierten Verkehr auf wenige, verkehrsberuhigte Straßen und hält die Wohnhöfe weitgehend autofrei. Gemeinsame Carports an den Hofeingängen bündeln Stellplätze und Infrastruktur.

Grün- und Freiräume gliedern das Quartier als „grünes Gerüst“, übernehmen Aufgaben der Regenwasserbewirtschaftung und vernetzen den Siedlungsrand mit der Landschaft. Obstgehölze, Wildhecken und Kräuterwiesen verbessern Mikroklima und ökologische Qualität, während der neue Quartiersplatz und der Park unterhalb der Martin-Dömling-Straße zentrale Orte für Aufenthalt, Spiel und nachbarschaftliches Miteinander bilden.

Daten

Wettbewerb: Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb „Südlich Gschlatt“, Marktoberdorf

Ausloberin: Stadt Marktoberdorf (BY)

Jahr: 2025

in Zusammenarbeit mit: u|m|s urban management systems GmbH, Leipzig (Stadtplanung), Claudia Scheffel, Leipzig (Landschaftsarchitektur)

Ergebnis: Anerkennung (3. Rang)